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"Netzwerk Gesunde Kita" www.gesunde-kita.net
Ein Aufbauprojekt im Auftrage des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Familie des Landes Brandenburg
Ziele des Gesamtprojekts:
- Eltern- und Erzieherinnen-Information
- Gesundheitsförderung im Rahmen eines gestärkten Natur- und Umweltbewusstseins von Kindern, Eltern und Erzieher/innen
- Steigerung der Lern- und Leistungsfähigkeit vom Kleinstkindalter an.
Über das Projekt
sollen der Denkansatz und die Perspektive der Salutogenese verbreitet
und gefördert werden. Auf pädagogische Ziele und
Handlungskonzepte übertragen, ergibt sich daraus die Sichtweise:
gesunde, selbstbewusste, ungebeugte, lebensfreudige, starke Kinder
haben keinen Drang, sich durch extremes Konsumverhalten zu berauschen,
und wollen sich nicht mit Gewalt durchsetzen, wenn sie ihre Ziele auch
durch konstruktives, kommunikatives Verhalten erreichen können. -
Das entstehende Netzwerk sucht nach Wegen, im Zusammenwirken von
Erzieher/innen und Eltern Kinder vom Kleinstkindalter an natürlich
und gesund, selbstbewusst, selbst- und sozial-verantwortlich aufwachsen
zu lassen.
Ziel ist es also,
Eltern - Familien - Erzieherinnen und Träger
zu motivieren > ihnen Lust zu Gesundheitsförderung zu machen, sie zu aktivieren > ihnen "auf die Sprünge zu helfen", sie Erfolg und Stolz über Erreichtes erfahren zu lassen und ihnen zu helfen, ihre Erfahrungen weiterzugeben und andere mit auf ihren Kinder und Eltern stark machenden Weg zu nehmen.
Erwartete Projektergebnisse in Kitas und Familien sind:
- Bewegungs- und Gesundheitsförderung für Kinder vom Säuglingsalter an erhält eine spürbar höhere Bewertung und Wertschätzung als bisher - bei Eltern, Kindern, Erzieherinnen u. Trä-gern.
Information und Bewußtseinsförderung
- Bewegungs- und Gesundheitsförderung wird zum dauerhaften Konzeptschwerpunkt - belebt durch immer neue Aktionen, Projekte, Wettbewerbe und selbstgesetzte Ziele
Partizipations- und Selbstwirksamkeitserlebnisse
- Bewegungs- und Gesundheitsförderung wird zum Profilmerkmal der Einrichtungen (schriftlich fixiert in der Einrichtungskonzeption) und zum Aspekt der Unternehmensleitbilder von Kita-Trägern
- weil: von den Eltern gefordert, von einer veränderten
Unternehmensphilosophie getragen und im Sinne der Kundenorientierung
förderlich.
Qualitätsbewußtsein
- Kinder, Eltern und Erzieherinnen der Projektkitas entwickeln Lust und Ehrgeiz, positive Erfahrungen weiterzuvermitteln, Transparenz, Aufmerksamkeit und Unterstützungsbereitschaft in der Öffentlichkeit herzustellen.
Multiplikatorenfunktion
- Kitas berichten, erklären,
vermitteln, regen an, begleiten. Ihrerseits angeregt, begleitet und
unter-stützt durch eine Koordinatorin werden die am Projekt
Beteiligten im Sinne einer kontinuierlichen Ausweitung des Netzwerks
auf verschiedenen Ebenen aktiv: Kitas für
Kitas - Eltern für
Eltern - Kinder für Kinder;
Partnerschaft,
natur- und gesundheitsbezogenes soziales Engagement - von Erwachsenen vor-, von Kindern mit- und nachgelebt.
- Kitas mit einem ausdrücklich
gesundheitsfördernden, Kinder und Eltern stark machenden
Pro-fil/Konzept sollen sich zum Gemeinwesen öffnen, d.h. z.B. auch
Nicht-Kita-Kindern Nutzungs-Möglichkeiten anbieten oder z.B.
Tagesmüttern die Nutzung ihrer gesundheitsfördernden
Raumbedingungen mit Tagespflege-Kindern anbieten
Gemeinwesenorientierung
Elemente des Projektes
- Das Basiskonzept beinhaltet 3 relevante Handlungsfelder der Gesundheitsförderung in Familie und Kindereinrichtungen:
- Handlungsfeld Bewegungsförderung
- Räumliche Ausstattung: Bewegungsräume und Bewegungsanreize in Kitas schaffen.
- Spielplatz Natur: Natur und
landschaftliche Umgebung zur Bewegungsförderung nutzen (z.B.
umweltbezogene Erlebnispädagogik)
- Einbeziehung von Klang-, Rhythmus- und Musikelementen - in Zusammenarbeit mit interessierten Musikschulen.
- Integrative Bewegungsförderung: spielerische Bewegungs-Anregung für behinderte und nicht-behinderte Kinder.
- Ideen und Anregungen für Bewegung in Familie und Wohnumgebung.
- Aufmerksamkeit
für den Schutz von Umwelt und Natur, um gesundes Leben und ein
gesundes Aufwachsen der Kinder zu gewährleisten.
- Handlungsfeld Früherkennung in Kita und Familie
- Medizinische Grundinformation, Sensibilisierung durch Beobachtung und Medien (Film), Gewinnen von Handlungssicherheit
- Information, Transparenz, Zuständigkeiten
Darstellung der Arbeit von Frühförderstellen
- Einflussnahme über den ÖGD
Einzelkontakte zu engagierten Fachleuten Kontakte auf Kreisebene über die Projekte in HVL und LDS (Nutzung von Projektergebnissen aus den beiden Landkreisen)
- Handlungsfeld "Kinder stark machen"
- Körperliche
Sicherheit und seelische Stärke machen Kinder unabhängig und
wider-standsfähig gegen unterschiedlichste Abhäbgigkeiten und
Gruppenzwänge. Sie geben ihnen eine grundlegende
entwicklungsfördernde innere Stabilität und die Kraft und das
Selbstvertrauen, verführerischen Einflüssen gegenüber
standhaft zu bleiben.
- Um das zu
erreichen, erhalten Kinder früh Gelegenheiten und Freiräume,
Selbst-bewußtsein, Sicherheit und Selbstvertrauen zu entwickeln.
Das geschieht insbe-sondere, indem sie ein sicheres
Körpergefühl gewinnen, ihre eigenen Kompeten-zen und deren
Wirkungen erfahren (Selbstwirksamkeitserlebnisse), indem sie
Ent-scheidungen und Verantwortung übernehmen und mit den positiven
und negativen Folgen konfrontiert werden (Partizipation).
- Kinder
lernen, wie man Konflikten vorbeugen, wie man sie oftmals ganz
vermeiden kann, und wie man aufgetretene Probleme und Konflikte
konstruktiv und gewaltfrei lösen kann - ohne oder mit fremde Hilfe.
- Kinder
erhalten Raum und Anregung, kreative Problemlösestrategien zu
entwickeln und erfahren die regulierende Wirkung von Kompromissen.
- 7 Projekteinrichtungen:
die Kitas lassen sich in enger Zusammenarbeit von Erzieherinnen,
Eltern, Kindern, ggf. Kooperationspartner/innen und Projektbegleitung
zunächst ein auf:
- gemeinsame
Konzeptgruppenarbeit, an der teilweise auch Kinder teilnehmen:
Gesundheits- und entwicklungsfördernde Veränderungen sollen
für die eigene Einrichtung und das soziale Umfeld entwickelt,
für die Umsetzung vorbereitet und später offensiv in der
Öffentlichkeit vorgestellt und vertreten werden.
- Die
einrichtungsinterne Planung richtet sich an den drei im Basiskonzept
vorgegebenen Handlungsfeldern aus, wird jedoch von den Einrichtungen
konkretisiert und für die ganz spezifischen örtlichen
Bedingungen ausgearbeitet.
- intensive,
an den Projektzielen orientierte Fortbildung für Erzieherinnen. -
Im Rahmen des Projekts sollen Erzieherinnen neue Haltungen zu Fragen
der Gesundheitsförderung gewinnen (hier beispielsweise über
den Erwerb medizinischer, motopädischer Grundkenntnisse), sie
sollen lernen und über, Kinder und Eltern auf ansprechende Weise
zu motivieren und einzubeziehen (psychologische, pädagogische und
kommunikative Kompetenzen im direkten Zusammenhang des Netzwerkaufbaus)
und durch gute Öffentlichkeitsarbeit zur Verbreitung der
Netzwerkidee beizutragen, Nachahmer/innen zu motivieren und ggf.
Partner/innen und Unterstützer/innen zu gewinnen - immer mit dem
Ziel, Kindern faire Chancen für ein gesundes, naturnahes
Aufwachsen in unserer zunehmend industrialisierten und technisierten
Welt zu verschaffen.
- verstärkte
gesundheits- und projektbezogene Elternarbeit, der es gelingt, vielen
desinteressierten, unentschlossenen und bequemen Eltern die Augen
für die oft entwicklungshemmenden Umweltbedingungen zu
öffnen, in denen ihre Kinder aufwachsen. Die Elternarbeit im
"Netzwerk Gesunde Kita" darf nicht rügen und tadeln, sondern soll
auch die Erwachsenen einladen; sie soll Eltern auf den Spaß
machenden Wegen eines gesundheitsförderlichen Lebens mitnehmen, um
sie allmählich zu mehr Aufmerksamkeit und Konsequenz bei der
Gestaltung der kindlichen Lebensbedingungen anzuregen und sie dabei zu
begleiten.
Internet-Präsenz (wichtiges Element für einen späteren Netzwerk-Aufbauschritt)
Transparenz und
Öffentlichkeitswirksamkeit durch lebendige, aktuelle, animierende
Berichterstattung, Informationsvermittlung, Kontakte, Austausch,
Vernetzung auch über Landesgrenzen hinaus, Netzerweiterung,
Vereinbarung und Planung von Aktionen und Kooperationen ... Mailings u.v.m. zur Gewinnung von Partner/innen, Sponsor/innen u.a. Internet auch als schneller Informations- und Kommunikationsweg zwischen allen Projektbeteiligten. Daher evtl. projektinterne Interneteinführung bzw. gegenseitige Übungsvereinbarungen o.ä.
Arbeitsschritte
Das Projekt soll von vorn herein auf
Öffentlichkeitswirksamkeit und Auswei-tung/Verbreitung als
integrierte Netzwerkidee angelegt werden.
- Schritt:
Erzieherinnenfortbildung für die 7 bis 8 brandenburgischen
Projektkitas im 1. Projektjahr - parallel zur Ausarbeitung
einrichtungsinterner Teilprojekte
Die Fortbildung soll erreichen:
Wissensvermittlung (Einbeziehung von medizinischen, psychologischen und
pädagogischen Expert/innen), weil der Netzwerkaufbau eine
fachliche Kompetenz und aktive Überzeugungs-fähigkeit der
beteiligten Erzieherinnen braucht, die auf dem freien Fortbildungsmarkt
so nicht vermittelt bzw. erworben werden können. - Im Rahmen von
Fortbildung und Arbeitsgruppen soll mit den Beteiligten ein
Rahmenkonzept für die Realisierungsphase des Netzwerkaufbaus
erarbeitet werden, dazu gehören auch die reflektierte Planung der
Folge-Arbeitsschritte, Einübung von Methoden der Einbeziehung von
bzw. der projektbezogenen Zusammenarbeit mit Eltern und Kindern,
Methoden der Beobachtung, Dokumentation und Öffentlichkeitsarbeit.
(Die Fortbildung wird teilweise über das vom MBJS geförderte
Fortbildungsprogramm des Kita-Museums finanziert. Weitere Mittel
müssen noch gefunden werden.)
- Schritt: Einrichtungsinterne und einrichtungsübergreifende Konzeptionsgruppen
- Beteiligte: Erzieherinnen, Eltern, ggf. Trägervertreter/innen,
Projektbegleiterin, zeitweise auch Kinder und
Kooperationspartner/innen. Aufgabe: Wahl des Handlungsfeldes für
den Projektzeitraum, Konkretisierung des Projektvorhabens,
Beschreibung, Planung, Ideenentwicklung und Begleitung in der
Verwirklichungsphase.
- Schritt: Eltern-/Familienbildung
für die Eltern der Projektkitas - viele Teile ggf. gemeinsam mit
den Erzieherinnen. (Die Finanzierung der Eltern- und Familiebildung im
Rahmen des Projekts ist noch nicht gesichert, kann jedoch teilweise in
Kooperation mit dem Familienbildungsprojekt der Abteilung Frauen des
MASGF, ebenfalls im Haushaltsjahr 2002, organisiert werden).
- Schritt: Umsetzung in gesunde Kita-Praxis
Es gilt, gezielt an den Erfahrungen und Ergebnissen früherer Projekte anzuknüpfen,
diese einzubeziehen und zu nutzen. Projektbezogene Kooperationen werden
insbesondere angestrebt mit OPUS - Netzwerk gesunde Schule und zum
gesunde Städte-Netzwerk in der Prignitz. Wichtig erscheinen auch
die Hinweise und die punktuelle Beteiligung der Öffentlichen
Gesundheitsdienste in den beteiligten Landkreisen.
- Schritt: Berichterstattung
,
Auswertung, Verbesserungsvorschläge, Handlungs- und
Ablaufkorrekturen - Rückfluß evtl. in thematische
Handreichungen.
- Schritt: Öffentlichkeitsarbeitskampagne
"Kinder stark machen"
Die Öffentlichkeit aufmerksam machen - über Erlebtes
berichten - zeigen, was erreicht wurde und woran weitergearbeitet wird
- weitersagen, was Spaß gemacht hat - Fortsetzung des Projekts in
Eigenregie (begleitet durch Koordinatorin) planen, Verbündete und
Kooperationspartner/innen suchen ...
Weitere Informationen unter www.gesunde-kita.net
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